Irgendwann fallen im Spiegelbild die ersten feinen Linien und Fältchen auf. Die Hautalterung ist ein natürlicher Vorgang, der auf die rückläufige Bildung der strukturgebenden Fasern Kollagen und Elastin zurückzuführen ist. Zum Glück gibt es heute verschiedene Möglichkeiten, den Alterungsprozess der Haut zu verlangsamen und ihre Jugendlichkeit lange zu bewahren. Moderne Laserbehandlungen mit dem CO₂-Laser oder dem Red Touch Laser bieten dafür unterschiedliche Ansätze. Doch worin unterscheiden sie sich eigentlich genau in Bezug auf ihre Wirkungsweise?

Viele Menschen greifen bei ersten Fältchen zu faltenreduzierenden Cremes und Seren. Diese Produkte können die Haut pflegen, sie mit Feuchtigkeit versorgen und kurzfristig glatter erscheinen lassen. Allerdings bleibt die Wirkung von Inhaltsstoffen wie Kollagen und Hyaluron auf die oberen Hautschichten beschränkt.
Mit zunehmendem Alter verändert sich die Haut jedoch vor allem in der Tiefe. Durch den Abbau von Kollagen verliert sie an Stabilität und Spannkraft – das Ergebnis einer strukturellen Hautalterung. Laserbehandlungen wirken gezielt in den tieferen Hautschichten und unterstützen dort Prozesse, die für den Aufbau und den Erhalt der Hautstruktur ausschlaggebend sind.
Nicht jede Laserbehandlung funktioniert nach dem gleichen Prinzip. Auch wenn das Ziel ähnlich ist – die Hautstruktur zu verbessern und Zeichen der Hautalterung zu reduzieren – unterscheiden sich die zugrunde liegenden Ansätze deutlich voneinander. Grundsätzlich lassen sich Laserbehandlungen in zwei Kategorien einteilen:
Beide Laserbehandlungen verfolgen unterschiedliche Wege, um die Haut zu erneuern oder zu stärken, setzen jedoch an verschiedenen Punkten an.

Der CO₂-Laser gehört zu den klassischen Verfahren in der ästhetischen Dermatologie. Durch die gezielte Abtragung der obersten Hautschichten wird ein kontrollierter Regenerationsprozess ausgelöst, bei dem sich die Haut erneuert und glatter erscheinen kann.
Funktionsprinzip:
Beim CO₂-Laser entsteht eine kontrollierte „Mikroverletzung“, die die natürlichen Regenerationsprozesse der Haut anregt und die Neubildung von Hautzellen unterstützt.
Ziel:
Durch diesen Erneuerungsprozess kann die Hautoberfläche sichtbar geglättet werden. Unregelmäßigkeiten wirken reduziert und das Hautbild erscheint insgesamt gleichmäßiger.
Einsatz
Schmerzen:
Während der Laserbehandlung kann es zu einem Brennen und leichten Schmerzen kommen. Auch wenn sich die Haut später schält, kann dies mit Schmerzen verbunden sein.
Ausfallzeit:
Nach der Behandlung treten je nach Intensität häufig Rötungen und Schwellungen auf. Die Haut schält sich und es bilden sich Ränder, die häufig noch wochenlang sichtbar sind. Daher nimmt die Regeneration einige Zeit in Anspruch. Bei leichten CO₂-Laserbehandlungen sind Sie meist nach 3–5 Tagen wieder gesellschaftsfähig. Eine vollständige Regeneration erfolgt in der Regel innerhalb von 7–14 Tagen.

Der Red Touch Laser gehört zu den nicht-ablativen Verfahren und wirkt in den tieferen Hautschichten, in denen die Haut ihre Stabilität und Spannkraft aufbaut. Die Hautoberfläche bleibt bei der Red Touch Behandlung vollkommen intakt. Es werden stattdessen in der Tiefe Prozesse angeregt, die den Kollagenaufbau unterstützen. Der Laser arbeitet mit einer speziell abgestimmten Wellenlänge von 675 nm, die gezielt von den kollagenen Fasern in der Dermis aufgenommen wird. Die Energie wirkt somit direkt im Kollagen, erwärmt die Fasern schonend und stößt Prozesse an, die sowohl eine leichte Sofortstraffung als auch die Neubildung von Kollagen fördern.
Funktionsprinzip:
Die Energie des Lasers wirkt gezielt im Kollagen der Haut und regt dort Prozesse an, die für Stabilität und Spannkraft wichtig sind. Die Hautoberfläche bleibt dabei intakt, wodurch die Behandlung besonders schonend ist.
Ziel:
Ziel ist es, die Hautstruktur von innen heraus zu verbessern und die Hautqualität langfristig zu unterstützen. Die Haut kann dadurch gleichmäßiger, fester und insgesamt stabiler wirken.
Einsatz:
Schmerzen:
Die Behandlung ist schmerzarm und verursacht kein Brennen und keine Schmerzen.
Ausfallzeit:
Eine Behandlung mit dem Red Touch Laser ist sehr schonend und nicht mit langen Ausfallzeiten verbunden. Es können leichte Rötungen auftreten, die aber meistens innerhalb von 24 Stunden verschwunden sind. In aller Regel beträgt die Ausfallzeit nicht mehr als 24 Stunden.
Beide Verfahren zur Hautverjüngung verfolgen am Ende das gleiche Ziel. Sie sollen die Hautstruktur verbessern und die Zeichen der Hautalterung sichtbar reduzieren.
Der CO₂-Laser gilt seit vielen Jahren als bewährte Methode, insbesondere bei stärker ausgeprägten Hautveränderungen und Narben. Er kann sichtbare Ergebnisse erzielen, ist jedoch mit einer längeren Ausfallzeit und einem intensiveren Heilungsprozess verbunden.
Der Red Touch Laser ist ein moderner Behandlungsansatz, der gezielt in den Kollagenaufbau eingreift, ohne die Hautoberfläche zu verletzen. Die Behandlung ist deutlich schonender, schmerzarm, verursacht kaum Ausfallzeiten und adressiert die strukturelle Alterung der Haut.
Welche Methode in Ihrem individuellen Fall sinnvoll ist, hängt von ganz unterschiedlichen Faktoren ab. Gerne beraten wir Sie persönlich bei uns im Aesthetica Naturheilzentrum in Ulm und finden den für Sie besten Weg zu einem frischen und jugendlichen Teint.

Die Behandlungsdauer hängt vom behandelten Bereich und dem jeweiligen Verfahren ab. Sowohl beim CO₂-Laser als auch beim Red Touch Laser können Sie etwa mit 30 bis 60 Minuten rechnen. Kleinere Areale können entsprechend schneller behandelt werden.
Beim CO₂-Laser zeigt sich das Ergebnis erst nach der Abheilung der Haut. Da es zu Schälungen kommen kann, die sich über mehrere Tage bis Wochen ziehen, wird die Haut erst danach sichtbar glatter und gleichmäßiger.
Beim Red Touch Laser wirkt die Haut oft schon nach der ersten Sitzung frischer und gleichmäßiger. Für eine deutlich sichtbare Straffung und Verbesserung der Hautstruktur sind in der Regel 3–4 Behandlungen im Abstand von etwa 4 Wochen nötig.
Der Red Touch Laser gilt als deutlich schonender, da die Hautoberfläche nicht abgetragen wird. Die Behandlung wirkt gezielt in der Tiefe und ist meist nur mit einer leichten Wärmeentwicklung verbunden. Dadurch entstehen in der Regel kaum Ausfallzeiten.
Der CO₂-Laser hingegen arbeitet über die Abtragung der obersten Hautschichten und ist damit invasiver. Die Haut benötigt anschließend Zeit zur Regeneration, was mit Rötungen, Schwellungen und einer sichtbaren Heilungsphase verbunden sein kann.
Wie bei jeder Behandlung kann es zu Reaktionen kommen. Beim CO₂-Laser sind Rötungen, Schwellungen und Abschälungen typisch. Beim Red Touch Laser treten meist nur leichte, kurzfristige Rötungen auf. Schwere Nebenwirkungen sind selten, sollten aber immer im Vorfeld individuell abgeklärt werden.